Nach den ISU-Regeln hat jedes Element eines Kurz- oder Kürprogramms einen bestimmten Base Value. Er steht in der Scale of Values (SOV), die die ISU als Mitteilung (Communication) veröffentlicht und für jede Saison aktualisiert; dort stehen auch die Zahlenwerte der elf GOE-Stufen. Die Punktzahl eines Elements ergibt sich, indem der Mittelwert der GOE-Noten der Richter zum Base Value addiert wird; bei mindestens fünf Richtern fallen dabei die höchste und die niedrigste Note weg (Rule 353). Alle Elementpunkte eines Programms bilden den Technical Score.
Wovon der Grundwert abhängt: Bei Sprüngen ist es die Zahl der Umdrehungen, bei Pirouetten, Schrittfolgen und Hebungen die erreichte Schwierigkeitsstufe, das Level. Der Base Value kann sich auch ändern. Ein Sprung, den das Technische Gremium als unterdreht markiert, erhält einen verminderten Grundwert aus einer eigenen Zeile der SOV, ein als „downgraded“ gewerteter Sprung wird mit der Tabelle für eine Umdrehung weniger gewertet. Auch eine falsche Absprungkante bei Flip oder Lutz kann den Grundwert senken.
Ein Beispiel aus der Scale of Values der Saison 2026/27: Ein Dreifach-Toeloop hat einen Base Value von 4,20 Punkten, eine GOE von +1 bringt 0,42 Punkte dazu. In Einzellauf und Paarlauf verändert jede GOE-Stufe den Wert um 10 Prozent des Base Value; für choreografische Elemente nennt die ISU einen höheren Prozentsatz.
Die Grundwerte der Vierfachsprünge stehen im eigenen Eintrag. Alle Zahlen ändern sich mit der Saison und gelten verbindlich nur in der aktuellen Scale of Values der ISU. Welche Elemente es gibt, erklären unter anderem die Einträge Pirouette und Axel; die Grundlagen der Wertung fasst der Ratgeber Regeln und Wertung im Eiskunstlauf zusammen.
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